Als eine Freundin mich in die Pläne für eine geheime Geburtstagsparty für ihren Mitbewohner einweihte und mich fragte, ob ich denn irgendein Dessert mitbringen könnte, das mit Dinosauriern zu tun hat, sagte ich erstmal nein.  Nicht weil ich es lächerlich finde, für einen erwachsenen Mann einen Dinosaurierkuchen zu backen.  Schliesslich habe ich vor nicht allzu langer Zeit meinem eigenen erwachsenen Kousin ein Dinosaurier Pop-up Buch zu Weihnachten geschenkt.  Nein, das war es nicht.  Es war eher generelle Bocklosigkeit.  Zu viel Stress, keine Zeit, lang anhaltende Erkältung, tut mir leid.  Zwei Tage später kam mir plötzlich eine Idee!  Eine archäologische Ausgrabungsstätte als Dessert!  Buddelspaß für groß und klein, 100% vegan und perfekt für eine größere Runde.

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Die Idee ist, dass das Dessert aus geschichtetem Sediment besteht.  Darin befinden sich mehrere Fossilien, die dann im Laufe der Ausgrabung gefunden werden.  Darüber ist eine dünne Schicht Mutterboden. Oben auf dem Dessert gibt es Gras und Sand und natürlich auch einen tüchtigen Archäologen.

Rezept gibt es nicht, denn dafür müsste ich es mehrmals ausprobieren und nicht alles hat so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe.  Aber für alle, die einen Dinosaurier-Liebhaber mit einer eigenen archäologischen Ausgrabungsstätte beglücken wollen, hier eine grobe Anweisung, wie ich es gemacht habe.

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Wichtig ist es, das Dessert in einer großen Glasschale zuzubereiten, damit man die Schichten auch sehen kann.  Ich habe mich für Vanillepudding, Kahlua-Creme und Schokopudding entschieden.  Anfangs wollte ich zwei Rezepte Vanillepudding machen, aber eins reichte aus.  Ich habe ein ganz normales Päckchen (ohne Milchpulver) verwendet und es mit Sojamilch zubereitet.  Das bildete die unterste Schicht.  Darauf kamen anderthalb Portionen Schokopudding (Link) auf Avocadobasis.  Die letzte Schicht war eine Kahlua-Creme.  Diese besteht aus zwei 400 g Päckchen Seidentofu, ungefähr 150 g Puderzucker, 2 EL Kahlua und 2 TL lösichem Kaffee.  Ein feines Dessert, aber leider wird sie nicht fest genug.  Daher kann man keine andere Creme darauf schichten, also würde ich sie für diese Art von Nachtisch nicht wieder machen.  Aber gut schmecken tut sie trotzdem!  

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Der Mutterboden besteht aus sechs Päckchen zerbröselten Oreos.  Dafür habe ich die weiße Creme rausgekratzt, diese grob zerdrzückt und als dünne Kiesschicht zwischen den Schokopudding und die Kahlua-Creme gestreut.  Die Kekse der Oreos habe ich kurz in der Küchenmaschine gemahlen.

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Auf den Mutterboden kamen Gras und Sand.  Für das Gras habe ich Kokosflocken mit blauer und gelber Lebensmittelfarbe grün gefärbt.  Das ganze hat länger gedauert und ich musste viel mehr Farbe verwenden als in den Anweisungen, die ich Online fand.  Ich habe einfach immer mehr Farbe (mit etwas Wasser vermischt) in einen verschliessbaren Messbecher hinzugefügt und geschüttelt, geschüttelt, geschüttelt. Der Sand bestand aus gemahlenen Haselnüssen.

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In die Sedimentschichten hinein kamen drei Mini-Dinosaurier von Schleich. Der Archaeologe war ein Playmobil Klempner und das rot-weisse Absperrband habe ich auf Papier gemalt und mit Tesafilm an Zahnstochern befestigt.

Viel Spaß beim Experimentieren und guten Appetit!