Am Sonntagabend machten wir uns auf den Weg nach London, um Dans Freunde, Familie undLieblingsfussballclub zu besuchen. Achtzehn Stunden mit dem Bus auf deutschen, belgischen, französischen und englischen Autobahnen – und viel billiger als fliegen ist es nicht. Außer wenn man in CO2 Ausstößen auf Flughöhe rechnet, dann kommt man dem Grund unserer Entscheidung schon näher. Aber ich will hier ja nicht dogmatisch werden, was Transportmittel betrifft, sondern möchte mich mit dem Thema “Vegan unterwegs” befassen. Wie kriegt man das am besten hin?

Die Busreise war essenstechnisch total einfach. Ich habe wahrscheinlich viel zu lange darüber nachgedacht und mehr mitgenommen als wir essen konnten. Folgendes kam in den Rucksack:

Die Paprika, die ich natürlich noch aufgeschnitten habe, war ein leckerer Snack zwischendurch mit dem “Snäckebrot”. Die knusprigen Erdbeerchips habe ich letztes Wochenende in meinem neuen Dörrgerät getrocknet. Nicht abgebildet sind zwei Päckschen Nüsse – Erdnüsse und Cashewkerne. Und dann gab es natürlich noch Brötchen:

Beim nächsten Mal werde ich nur zwei Brötchen pro Person einpacken, denn so wahnsinnig hungrig wird man vom rumsitzen nicht. Lange war’s, ja. Aber überraschenderweise keineswegs langwierig. Während der Fahrt habe ich es gerade mal geschafft, drei Kapitel von Atonement zu lesen und ein halbes Kreuzwortpuzzel zu machen. Wir haben viel geschlafen, gedöst, uns unterhalten und einfach aus dem Fenster geschaut und die Gedanken schweifen lassen.
Bei Dans Freunden angekommen, in ihrer wunderschönen Wohnung mit atemberaubendem Blick auf die Thames, hat es nur eine heiße Dusche und ein paar Yoga-Dehungen gebraucht, um die Busfahrt aus den Gliedern zu kriegen.

Jetzt genieße ich den Anfang der Ferien und freue mich auf Spaziergänge, Theater, Museen, Sarah, Felix und leckere Schlemmereien. . .