Project Description

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Viel Gemüse (am besten Rohkost), wenig Fett, täglich Superfoods und natürlich immer bio, regional und saisonal – blah blah blah. Manchmal wollen wir doch alle nur Fast Food vorm Fernseher. Schnell, gemütlich, ungesund.
Rezepte gibt’s dazu nicht wirklich, denn wer misst schon die Esslöffel Margarine, die man braucht, um Toastbroatscheiben zu beschmieren? Stattdessen biete ich eine (hoffentlich stetig wachsende) Sammlung von Ideen zu herrlich ungesundem Fast Food. Hier erst mal zwei Klassiker: Käsetoast und Quesadillas.

Käsetoast

Als Original des selbstgemachten Fast Foods, dürfen die Zutaten für einen schnellen, leckeren Käsetoast in keiner Küche fehlen. Ich verwende dafür meist gefrorenes Toastbrot. Bis die Scheiben knusprig gebacken sind, ist auch der Käse schön geschmolzen und beginnt, aus den Seiten herauszusickern. Zum Servieren darf Ketchup meiner Meinung nach auf gar keinen Fall fehlen, aber da trennen sich die Geister.

Was Käse betrifft, hier meine Meinung zu dem, was man hier in Berlin kriegen kann:

  1. Veggie Filata: schmilzt richtig gut und ist vom Mundgefühl und Geschmack her immer unsere erste Wahl. Gibt’s bei Denn’s, Bio Company und manchmal bei LPG.
  2. Daiya: Cheddar, Monterey Jack, Mozzarella – Daiya hat alles an geraspeltem Käseersatz, was das vegane Herz begehrt. Schmeckt gut und schmilzt schön. Gibt’s bei Veganz.
  3. Wilmersburger Pizzaschmelz: nicht so schön geschmeidig wie die anderen, aber immer leicht zu kriegen. Gibt’s in allen Bio-Läden.
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So ungefähr wird’s gemacht:

Pro Käsetoast jeweils zwei Scheiben Toastbrot außen mit Margarine beschmieren. Vorsichtig eine Handvoll geraspelten veganen Käse auf die Innenseite der unteren Scheibe geben. Wer’s dekadent möchte, kann hier auch noch ein paar frische Kräuter (Salbei, Basilikum, Rosmarin) hinzufügen, oder etwas vegane Wurst (Wheaty Chorizo Aufschnitt ist meine besondere Vorliebe) auf den Käse legen. Dann mit der zweiten Toastbrotscheibe zudecken und pro Seite 3-5 Minuten grillen, bis der Käsetoast außen goldbraun und innen geschmolzen ist.

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Quesadillas

Wenn ich ein Rezept für Quesadillas entwickeln würde, dann wäre es nicht das, was jetzt hier abgebildet ist. Was hier abgebildet ist, ist eine ärmliche Version der exotischen, feinschmecker-Quesadillas, wie man sie hier, hier oder hier findet. HIER gibt’s eine Quesadilla, die man im Nu zubereiten kann, wenn unerwartet Gäste kommen, oder wenn man einfach mal keine Lust auf Kochen hat.

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So ungefähr wird’s gemacht:

Eine kleine Zwiebel fein schneiden, und mit etwas Margarine (oder Öl) in einer kleinen Pfanne andünsten. Eine Knoblauchzehe und ein paar Gewürze (Paprika, Cayenne, Koriander) und/oder getrocknete oder frische Kräuter (was eben gerade da ist) hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz weiter dünsten und dann so ungefähr zwei Esslöffel Tomatenmark hinzufügen und verrühren.

Die Zwiebelmischung auf der einen Hälfte von zwei Tortillas verteilen und mit geraspeltem veganem Käse bestreuen. In der gleichen kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Tortilla ungefähr drei Minuten pro Seite backen, bis sie braun und knusprig ist. Ein paar Minuten abkühlen lassen, in Dreiecke schneiden, Lieblingsshow einschalten. Auf die Plätze, fertig, mampf!