Project Description

Der erste Kuchen, den ich in unserer wunderschönen neuen Wohnung gebacken habe, ist dieser Erdbeerboden. Vielleicht war es die coole Kücheninsel, oder die offenen Dachfenster mit dem strahlend blauen Himmel, vielleicht war es der neue Ofen mit Umluft oder das Cerankochfeld, dass wahnsinnig schnell heiß wird, vielleicht waren es aber auch die praktisch organisierten Küchenutensilien, die durch den vielen Platz in der großen neuen Wohnung total leicht zu finden waren; irgendwas muss es gewesen sein, denn der Kuchen war perfekt!
Bei diesem Rezept habe ich einiges zum ersten Mal gemacht, mit ein Paar misslungenen oder nur halbwegs gelungenen Versuchen, bis dann endlich alles stimmte.
Das ursprüngliche Rezept für den Boden kommt von sweetvegan (Link) und ist so einfach und lecker, dass ich es kaum geändert habe. Als ich den Boden die ersten Male gebacken habe (meine ersten Versuche mit einer Obstbodenform) ist der Teig immer hängengeblieben. Eine gut ausgestäubte Form hat das Problem gelöst. Hierfür empfehle ich Hartweizengrieß über Mehl, wenn möglich, denn da löst sich der Kuchen etwas leichter aus der Form. Auch ist es beim Füllen der Form wichtig, dass der Teig, wenn er mal den Boden der Form berührt hat, von dem Fleck nicht mehr weggestrichen wird. Denn das, was mit dem ausgestäubten Boden in Berührung kommt, nimmt den Hartweizengrieß mit, und genau da bleibt’s dann hängen.
Meine Obstbodenform hat einen Durchmesser von 30 cm. Das ist größer als viele Erdbeerkuchen Rezepte, die ich konsultiert habe, aber ich finde, wenn man sich schon die Mühe macht, was zu backen, sollten auch so viele Leute wie möglich ein Stück vom Kuchen kriegen. Deswegen musste ich mit dem Rezept für den Guss etwas herumspielen, bis ich die richtige Menge hatte. Anstatt Wasser und Zucker kann man natürlich auch Fruchtsaft verwenden. Ich wollte einen schönen roten Guss, daher die Lebensmittelfarbe, die aber nicht sein muss.
Am besten schmeckt der Erdbeerboden mit Freunden an einem heißen Nachmittag im Juli.

1 Kuchen. 50 Minuten.

Für den Boden brauchst du:

  • 250 g / 2 ½ Cups Mehl
  • 125 g / ½ Cup Zucker
  • 2 EL / 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL / Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 125 ml / ½ Cup Rapsöl
  • 200 ml / ⅔ Cup Sojamilch
  • Margarine zum Ausfetten
  • 2 EL Hartweizengrieß (oder Mehl) zum Ausstäuben

Und für Obendrauf:

  • 550 g Erdbeeren (oder anderes Obst)
  • 250 ml / 2 Cups Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 gehäufter TL Agar Agar
  • 10-12 Tropfen rote Lebensmittelfarbe (nach Bedarf)
     
     
     
    So wird’s gemacht:

    1. Ofen auf 175℃ vorheizen. Eine Obstbodenform gut mit Margarine ausfetten und mit Hartweizengrieß bestäuben.
      Die Teigzutaten zu einem zähflüssigen Teig verrühren und in die Form füllen. Die Form zweimal auf der Arbeitsfläche aufschlagen, da geht der Teig schöner auf, und auf der zweiten Schiebeleiste von unten ungefähr 20 Minuten backen.
    2. Den Obstboden auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen und aus der Form stürtzen.
      Die Erdbeeren (550 g) putzen und den Boden damit belegen.
    3. Das Wasser (250 ml) mit dem Zucker (1 EL), Agar Agar (1 gehäufter TL) und der roten Lebensmittelfarbe (10-12 Tropfen, oder bis der gewünschte Rotton erreicht ist) vermischen und kurz aufkochen lassen. Unter ständigem Rühren den Guss abkühlen, bis er leicht anfängt zu gelieren. Am Besten geht das in einem Kaltwasserbad, welches im Laufe des Abkühlens ein bis zweimal gewechselt werden muss. Den Guss schnell löffelweise auf die Erdbeeren geben.
    4. Der Kuchen kann gleich serviert werden, oder bis zu drei Tagen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dazu passt vegane Sahne!
    5.  

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